Her mit den alten Alben!

lpgeschnittenHeutzutage hat fast jeder Künstler zumindest ein Teil seines Backkatalogs wiederveröffentlicht. Nicht so Caro. Bisher ist keines ihrer alten Werke als CD erhältlich – wenigstens “It’s Nothing But Higher”, womit Caro immerhin den Deutschen Schallplattenpreis gewinnen konnte, hat es verdient, auf das heutige Publikum losgelassen zu werden. Deshalb fordert caro-fans.de “Her mit den alten Alben!”

Was die Presse meint:

“eine Schande, dass sie bis heute nicht auf CD erschienen ist” – Rocktimes


unter der Titel “CD-Boycott” schreibt Goodtimes Magazin :

1980original004new.jpg“Mit wirklich guten Rocksängerinnen war dieses unser Land wahrlich noch nie gesegnet. Neben der unantastbaren Inga Rumpf und Kronprinzessin Jutta Weinhold ist Josée Caro Tollenaar (“Caro”, Jahrgang 1958, aufgewachsen in Gießen) dabei immer etwas schlecht weggekommen. Der Grund: Nach nur einer guten LP rutschte die Tochter eines Niederländers – von wegen “gute alte Zeit”… – in (wohl aufgeschwatzte) musikalische 80s-Neo-Grütze, und das war’s dann auch schon für die Lady. IT’S NOTHING BUT HIGHER konnte sich 1977, umringt von gut verkaufendem, deutschem Dilettanten-Quatsch und schnell ausgelutschtem internationalem Trendmüll, nicht durchsetzen – zu normal war das Programm… Producer Joachim Heider – der schon Schlagersänger wie Christian Anders, Marianne Rosenberg und Andrea Mathony mit Ideen und Niveau aus dem flachen Wasser gezogen hatte – formte ein Album, das noch heute deutlich über dem nationalen Durchschnitt liegt. Auch wenn dem Gesamtprodukt punktuell mehr Kanten und Aggressivität gut getan hätte: Caros Schnarren & Gurren passte zu selbst geschriebenen Soft-Balladen (“A Day in July”, “I’m in Trouble”, “Julie”) zu funkigem (“Skin it Back” von Paul Barrere/Little Feat), zu eigenen Laid-Back Nummern wie “The Trailer is Back” und “Ask My Agent”. Im Album stecken Country- und Blues-Anklänge, mit “Motorcycle Love”, ein auf den Charts schielender Rock-Opener, und sogar ein nichtsnutziger Mischmasch aus Wühltisch-Reggae und Vaudeville (“Help Me, I’m Dreaming Bad Stuff”) hat richtig Charme. Ein Highlight: das seltern gecoverte, gefällig arrangierte “Child Of The Moon” von Mick Jagger/Keith Richards. Die britisch-amerikanische Repetoire-Mischung ergab ein gelungenes Ganzes, das von einer kompetenten Band ohne billige solistische Eskapaden in Szene gesetzt wurde; unter anderem waren in den Berliner Hansa-Studios dabei: Peter Urban (kb) und Karsten Hoock (g; beide von Bad News Reunion), Bernd Gertig (g), Dave King (b) und Tom Holm Jr. (dr). Bis auf zwei, drei unbedeutende Kinken praktizierte Caro sogar eine englische Aussprache, die einem nicht – wie so oft bei D-Produkten – die Fußnägel hochklappen ließ. Gemessen an kursierenden Compact-Ramsch, hätte dieses eine Umsetzung auf CD allemal längst verdient”
(GoodTimes Magazin 2/2005)

Über Dave

Meine erste Begegnung mit Caro war schon 1977, als ich gerade nach Deutschland gekommen war. Da habe ich sie in der Hamburger Markthalle Live gesehen und bin nach dem Konzert in die Garderobe geschichen. Jetzt, mehr als 30 Jahre später bin ich Webmaster ihrer Websites caro-im-inter.net und caro-fans.de. Hätte mir das damals jemand gesagt, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Meine Leidenschaften sind außer Musik, Internet & Wordpress: Fußball, Rugby League (aber nur zum Gucken!)
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Eine Antwort auf Her mit den alten Alben!

  1. Rob sagt:

    Ja, da haben die von Goodtimes wohl Recht. Es gibt eben in Deutschland keine wirkliche Lobby fuer klasse Songwriterinnen. Das ist hier in Holland ganz anders. Umso trauriger, dass Caro Tollenaar immer noch super Musik schreibt, aber nicht die Fuesse vom Boden bekommt. Eternity von 2005 ist eine spannende CD, die allemal Erfolg verdient hat. Ich finde sogar ihre ersten drei Alben sehr gut, die ich wie einen Schatz huete. Von daher sollten die alten WEA-Aufnahmen unbedingt veroeffentlicht werden. Zeit wird es. Gruss aus Utrecht. Rob

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